Widerstand leisten gegen die Absetzung von drei OB’s in Nordkurdistan

Die Bürgermeister von Amed, Mêrdîn und Wan wurden ihres Amtes enthoben. Die Zwangsverwalter übernahmen unter Polizeischutz die Rathäuser. Mitgliedern des Stadtrats wird der Zutritt verweigert. Wahrscheinlich geht es nicht nur um einen Schlag gegen die demokratischen Kräfte wegen „Terror“-Verdachts. Vielmehr hat die HDP nach den Wahlen begonnen, die Korruption und den Diebstahl öffentlichen Eigentums unter der AKP-Zwangsverwaltung aufzuklären. Die AKP hat Angst vor Aufdeckung ihrer schmutzigen Geschäfte.

Zeitgleich zu der Absetzung der HDP-Bürgermeister haben türkische Sicherheitskräfte in 29 Provinzen mindestens 418 Aktivisten festgenommen.
Aktuelle Infos auf https://anfdeutsch.com/
Hinweise auf weitere Veranstaltungen findet ihr demnächst hier.

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Des Genozids und Feminizids in Şengal an den Ezid*innen am 3. August gedenken. Freiburg 17h Kartoffelmarkt

*Zum Jahrestag des Genozids und Feminizids in Şengal am 3. August werden in zahlreichen Städten Deutschlands Gedenkaktionen stattfinden. Um 11 Uhr wird bundesweit zu einer Gedenkminute aufgerufen.*

https://anfdeutsch.com/…/3-august-bundesweite-aktionen-zum-…

In Freiburg werden wir am 3. August um 17h auf dem Kartoffelmarkt dem Genozid gedenken – ihr seid alle eingeladen!

Am 3. August 2019 jährt sich der Einfall des sogenannten Islamischen Staates (IS) in Südkurdistan (Nordirak) zum fünften Mal. Zahlreiche Aktionen sollen zum Jahrestag an die Verbrechen in Şengal erinnern. In acht Städten in Deutschland wird um 11 Uhr zu einer Gedenkminute aufgerufen.

Unter dem Motto „Die Freiheit der Frauen in Şengal ist die Freiheit der Menschheit!” ruft der Dachverband des ezidischen Frauenräte dazu auf, anlässlich des andauernden Genozids und Feminizids an der ezidischen Bevölkerung Şengals den 3. August als Aktionstag gegen Feminizid wahrzunehmen.

*Der Völkermord von Şengal*

Als der IS die südkurdische Region Şengal im Jahr 2014 schwer bewaffnet überfiel, vollzog dieser einen systematischen Völkermord an der religiösen Volksgruppe der Ezid*innen und rief ein Kalifat aus. Mehrere Tausend Menschen wurden massakriert, tausende ezidische Frauen wurden verschleppt, vergewaltigt, auf Sklavenmärkten ausgestellt, verkauft und ermordet. Ziel dieses Angriffes war die regelrechte Vernichtung der jahrtausendealten Religionsgemeinschaft in dieser Region.

*Die Welt sah zu*

Während die Banden des Islamischen Staates mordend und vergewaltigend durch Şengal wüteten, wurden unter der IS-Herrschaft unzählige Menschen am lebendigen Leib verbrannt, enthauptet, zwangskonvertiert und gefoltert. Ezidische Frauen wurden als Sklavinnen verkauft und Opfer von Massenvergewaltigungen. Die gesamte Weltöffentlichkeit sah die schockierenden Verbrechen, die der IS in Südkurdistan und Rojava (Nordsyrien) beging, doch Şengal eilten einzig und allein kurdische Verteidigungseinheiten zur Hilfe, erkämpften der Bevölkerung Fluchtkorridore und kämpften gegen den Islamischen Staat.

*IS unter hohen Opfern militärisch besiegt*

Heute ist der IS durch den verlustreichen Einsatz der Volksverteidigungseinheiten der YPG, YPJ, HPG, YJA-Star und QSD an seinem militärischen Ende angelangt. Tausende Menschen wurden aus der IS-Gefangenschaft befreit, zahlreiche Städte und Dörfer wurden von neu aufgebaut. Die Selbstverwaltung Şengals verkündet heute große Erfolge, das gesellschaftliche Zusammenleben der Zivilbevölkerung in vielen Orten der Region erkennt die basisdemokratische Verwaltung an und das Vertrauen gegenüber den Volksverteidigungskräften ist groß.

*Aufarbeitung der Verbrechen von Şengal*

„Die Verbrechen von Şengal sollen aufgearbeitet werden und unvergessen bleiben. Besonders mit Hinblick auf die erneuten und gegenwärtigen Bedrohungen des IS-Bündnispartners Türkei gegenüber Şengal rufen wir zur breiten Teilnahme auf und erwarten zahlreiche Aktionen in ganz Deutschland“ sagen die Initiator*innen der Gedenkaktionen.

*Globale Gedenkminute*

Zudem soll auf die Situation von Tausenden ezidischen Frauen aufmerksam gemacht werden, die sich noch bis heute in IS-Gefangenschaft befinden. Um 11 Uhr wird außerdem bundesweit eine Gedenkminute für die Opfer des Genozides und Feminizides in Şengal stattfinden.

Kurdische Küfa mit Make Rojava Green Again, Ende Gelände und Free the Soil – 5.7., ab 18h30 im SUSI -Treff / Freiburg

Am 5. Juli erwartet euch bei der kurdischen Küfa im Susi-Café ein spannendes Programm zu sozial-ökologischen Kämpfen mit Inputs von Make Rojava Green Again, Ende Gelände und Free the Soil. Der Abend ist eine ausgezeichnete Gelegegenheit, aktuelle soziale Bewegungen in Kurdistan und Deutschland besser kennenzulernen und sich über die Möglichkeiten gegenseitiger Unterstützung auszutauschen.

Anselm Schindler spricht über das Projekt Make Rojava Green Again, das von Aktivistin*innen aus verschiedenen Teilen der Welt gegründet wurde und die kurdische Bewegung vor Ort durch Initiativen, wie Wiederaufforstung und Modellprojekte zur dezentralen Energie- und Wasserversorgung, unterstützt. Ein nachhaltiger Umgang mit der Natur gehört neben basis-demokratischer Selbsverwaltung und Frauen*emanzipation zu den Grundprinzipien der kurdischen Bewegung. Allerdings prägen Krieg, (drohende) Besatzung und ökologische Probleme das Leben in Rojava und anderen kurdischen Gebieten. Landwirtschaftliche Monokulturen, Ölförderung und Staudammprojekte tragen zu Dürren und der Versteppung weiter Landstriche bei und befördern den Mangel an sauberem Wasser. Angesichts der sozialen und ökologischen Misstände bekräftigen Make Rojava Green Again die Notwendigkeit eine grüne Wende mit der sozialen und ökonomischen Revolution zusammen zu denken um eine ökologische und gerechte Gesellschaft aufzubauen. Der Kampf gilt also der Herschaft des Menschen über die Natur genauso wie der Unterdrückung, Diskriminierung und Ausbeutung zwischen Menschen im modernen Kapitalismus.

Auch für die deutsche und europäische Unweltbewegung ist es wichtig Perspektiven und Strategien weiter zu entwickeln, die ökolgische Fragen mit einer Kritik an Kapitalismus, (Neo-)Kolonialismus, Patriarchat, Rassismus und anderen Formen von Unterdrückung verbinden. Bei Bündnissen wie Ende Gelände oder Free the Soil geht es nicht nur um Klimaschutz, sondern auch um die Ungleichheiten und Machtverhältnisse, die durch die Klimakrise hervorgerufen oder verschärft werden. Durch Massenaktionen des zivilen Unhmgehorsams, wie erst kürzlich wieder im rheinischen Braunkohlerevier, weißt Ende Gelände auf die ungleiche Verteilung von Profit und Lasten der fossilen Energiegewinung hin. Free the Soil wendet sich gegen die Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion, die kleinbäuerliche Strukturen weltweit bedroht und die Umwelt imens belastet.

Wir möchten an dem Abend alle politisch Aktiven und Interessierten dazu einladen mit den verschiedenen Gruppen ins Gespräch zu kommen, uns über die unterschiedlichen Bedingungen und Ziele der jeweiligen Bewegungen auszutauschen und zu diskutieren, wie Solidarität praktisch umgesetzt werden kann.

Vorträge und Diskussion werden in deutscher Sprache stattfinden. Für andere Sprachen versuchen wir vor Ort eine Flüsterübersetzung zu organisieren. Essen gibt es voraussichtlich gegen 18h30 Uhr, danach (ca. 20h15) startet das Programm. Wenn ihr euch schon vorab informieren wollt empfiehlt sich das Buch von Make Rojava Green Again welches unter https://makerojavagreenagain.org/book/ zu finden ist.

Lesung Abdullah Öcalan:Die kapitalistische Zivilisation Unmaskierte Götter und nackte Könige

mit dem Übersetzer Reimar Heider
Mit diesem zweiten Band schließt Öcalan seine Analyse der Zivilisation ab und zieht radikale Schlussfolgerungen. Ausgehend von den Analysen Fernand Braudels kritisiert Öcalan den Kapitalismus als eine unnötige Verirrung, die niemals fortschrittliches Potenzial besaß, sondern die Gesellschaft im Inneren zerstört. Seine aktuelle Form, die kapitalistische Moderne, beschreibt er als Dreiecksbeziehung von Kapitalismus, Industrialismus und Nationalstaat.
Das Manifest der demokratischen Zivilisation, Band II ist am 21. März 2019 im Unrast Verlag erschienen.
Reimar Heider von der Internationalen Initiative “Freiheit für Abdullah Öcalan – Frieden in Kurdistan” und Übersetzer des Buches wird das Buch vorstellen.

Kurdische VoKü ab 19h – Buchvorstellung 20h15
Susi – Treff, Vauban – Allee 2
Freitag, 3. Mai

»Öcalan ist ein Gefangener, der zum Mythos wird: wie Mandela im zwanzigsten Jahrhundert, so er im einundzwanzigsten. Er drückt eine Reihe von Konzepten aus, die im einundzwanzigsten Jahrhundert zunehmend zu Bausteinen für die politische Konstruktion einer neuen Welt werden.« – Antonio Negri

Einladung 31.03.2019 ab 13:00 Uhr in der Vigelius-Schule
mit…

Reden
Musikgruppen: Koma Se Gulen Azad (Govend)
Awaze Roge
Künstler: Pywan Anijn
Eintritt: 10 €

Aufregung über türkischen Innenminister ist scheinheilig – Hintergrund

Nach der Ankündigung des türkischen Innenministers Süleyman Soylu,
deutsche Urlauber*innen bei der Einreise in die Türkei festzunehmen, die
sich an türkeikritischen Demonstrationen in Deutschland beteiligen, ist
die Aufregung in der Politik und den Medien groß.

Dabei verhält sich die deutsche Bundesregierung im Umgang mit kurdischen
Demonstrationen und Veranstaltungen im Prinzip nicht anders. Der
türkische Innenminister richtete seine Drohung an potentielle
Urlauber*innen, die sich an Kundgebungen von „Terrororganisationen“ in
Deutschland beteiligen. Damit liegt er auf der Linie des
Bundesinnenministeriums. Auch Deutschland betrachtet jede Demonstration,
aber auch kulturelle Veranstaltung mit Bezug auf Kurdistan, pauschal als
von der PKK gesteuert. Entsprechend hagelt es von Auflagen, Verboten und
Einschüchterungsversuchen, die es Kurd*innen und mit ihnen solidarischen
Menschen fast unmöglich machen, von ihrem Demonstrationsrecht und dem
Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch zu machen. Zensiert werden in
zunehmendem Maße Transparente, Bilder, Kleidungsstücke, Fahnen,
Lautsprechermusik, Parolen und politische Forderungen. Polizei,
Verfassungsschutzämter und ihre Spitzel registrieren akribisch, wer sich
an solchen legalen Aktionen beteiligt. Teilnehmer*innen ohne deutschen
Pass kann das schnell zum Verhängnis werden, indem ihnen Einbürgerungen
verweigert werden oder ihr Aufenthaltsstaus widerrufen wird. Dies
scheint die Öffentlichkeit als normal zu finden. Zum Skandal wird das
ganze erst jetzt, wenn der türkische Geheimdienst das gleiche Spiel
betreibt.

Erst vor kurzem wurden der Mezopotamien Verlag und die MIR Multimedia
GmbH
<https://anfdeutsch.com/aktuelles/keine-akteneinsicht-bei-verlagsverbot-9838>,
beide vertreiben Bücher und Musik-CDs in kurdischer Sprache oder mit
Bezug zu Kurdistan, vom Bundesinnenminister als Teilorganisationen der
PKK verboten. Es ist wenig glaubwürdig, dies zu ignorieren, sich aber
über mangelnde Presse- und Kulturfreiheit in der Türkei zu entrüsten.

Auch außenpolitisch gibt es Übereinstimmung. Seit Wochen droht der
türkische Präsident Erdoğan damit, völkerrechtlich in Nordsyrien
einzumarschieren, um die Region von den „Terroristen“ der YPG zu
säubern. Auch hier kann sich die Türkei sicher sein, dass die
Bundesregierung ihre Einschätzung in der Bewertung der YPG teilt. Seit
März 2017 sind die Symbole der YPG und anderer kurdischer Organisationen
de facto auch in Deutschland verboten. Es hagelt Ermittlungs- und
Strafverfahren
<https://anfdeutsch.com/hintergrund/muenchner-polizei-ermittelt-gegen-kurdischen-aktivisten-9911&gt;,
wenn diese Symbole auf der Straße oder in sozialen Netzwerken Verwendung
finden.

Das zentrale kurdische Frühjahrsfest Newroz sollte im letzten Jahr in
Hannover
<https://anfdeutsch.com/aktuelles/newroz-in-hannover-biji-berxwedana-efrine-3200>

ganz untersagt werden. Die Verbotsbegründung lässt sich mit den oben
zitierten Worten des türkischen Innenministeriums zusammenfassen:
„Kundgebung von Terrororganisationen“. Das diesjährige Fest findet am
23. März in Frankfurt statt. Auch hier ist davon auszugehen, dass die
verantwortlichen Behörden alles unternehmen werden, um einen ungestörten
Ablauf zu verhindern. Wer im Zusammenhang mit der Unterdrückung von
Kurdinnen und Meinungsfreiheit über Erdoğan redet, darf über Merkel und
Seehofer nicht schweigen.

Deutschland hat ein Kurdenproblem
<https://anfdeutsch.com/hintergrund/deutschland-hat-ein-kurdenproblem-9831>
Krieg oder Frieden? Deutsche Verwirrungen im Mittleren Osten
<https://anfdeutsch.com/hintergrund/krieg-oder-frieden-deutsche-verwirrungen-im-mittleren-osten-9672>
Findet die Willkür gegenüber Kurden in Deutschland ein Ende?
<https://anfdeutsch.com/aktuelles/findet-die-willkuer-gegenueber-kurden-in-deutschland-ein-ende-9628>

https://anfdeutsch.com/hintergrund/aufregung-ueber-tuerkischen-innenminister-ist-scheinheilig-9963

Kurdische VoKü im SUSI – Treff Freitag, 1.2.19, ab 18h

Perspektive: Frieden in Rojava

Im Norden Syriens haben sich in den letzten Jahren viele hoffnungsvolle Versuche entwickelt, die Gesellschaft neu zu organisieren. Und das in ständiger Präsenz von Krieg und Zerstörung. Diese Versuche stellen für viele Menschen, welche sich für eine ökologische, antipatriarchale, multiethnische und multiweltanschauliche Lebensweise auf basisdemokratischer Grundlage einsetzen, ein Hoffnungsschimmer dar.
Die Androhung Erdogans, in dieses Gebiet einzumarschieren stellt eine Kriegserklärung dar – je näher die Lokalwahlen im März kommen, desto lauter wird sein Säbelrasseln.

Es erreichen uns jeden Tag neue, schwer interpretierbare Nachrichten von einem bevorstehenden Angriff durch die türkische Armee und ihrer dschihadistischen Satelittentruppen.

Wir wollen über die letzten Entwicklungen informieren und diskutieren aber auch gemeinsame Perspektiven für den Widerstand gegen die drohende Besatzung entwickeln, bevor es zu spät ist.

Isolation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit – Demo Samstag, 16h Platz der Alten Synagoge

Isolation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ich bin ein Mitglied dieser Gesellschaft. Ich beginne einen unbefristeten Hungerstreik, um gegen die Isolation von Herrn Öcalan zu protestieren. Ich werde mich ab sofort nicht mehr vor Gericht verteidigen. Heute wird die Politik der Isolation gegen Abdullah Öcalan nicht nur ihm auferlegt, sondern in seiner Person einer ganzen Gesellschaft“ (Leyla Güven, 7.11.2018)

Mittlerweile ist der 75. Tag des Hungerstreiks von Leyla Güven, HDP – Abgeordnete in der Türkei, inhaftiert wegen ihrer Verurteilung der völkerrechtswidrigen Besetzung von Afrin/ Rojava seit letztem Jahr. Ihr Gesundheitszustand ist lebensbedrohlich – sie kann nicht mehr sprechen und trinken, hat Seh- und Konzentrationsstörungen, leidet an Licht- und Geräuschempfindlichkeit.

Die Zwangsisolation Öcalans steht beispielhaft für die aktive Ausgrenzung der kurdischen Bewegung in allen Bereichen der Gesellschaft: bei den Gesprächen zur Nachkriegsordnung in Syrien wird die kurdische Bewegung nicht eingeladen. Selahatin Demirtaş, Ex – Kovorsitzender der HDP ist in der Türkei ohne Anklageschrift seit 2 Jahren inhaftiert – der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat seine sofortige Freilassung gefordert – dies wird ignoriert. Die Bundesregierung spricht vorneherum von einem Stop der Waffenlieferungen an die Türkei – hintenherum wird der Export verdreifacht. Der Wunsch nach Frieden -er wird ignoriert.

In deutschen Medien ist so gut wie nichts von der Isolation, dem Hungerstreik zu erfahren.

Was wäre, wenn z.B. Cem Özdemir, Katja Kipping oder Christian Lindner sich zu Tode fasten – und niemand darüber berichten würde?

Heute wird die Politik der Isolation gegen Abdullah Öcalan nicht nur ihm auferlegt, sondern in seiner Person einer ganzen Gesellschaft.“

Dem Brechen der Zwangsisolation kommt die Bedeutung eines Beginns der Begegnung, der Menschlichkeit zu. In Strassburg sind seit 17. Dezember 2018 ebenfalls kurdische und solidarische Menschen dem Hungerstreik beigetreten – ebenso, viele politische Gefangene in der Türkei. In Freiburg werden ab Freitag, den 25.1.2018 ab 17h Menschen solidarisch am Hungerstreik teilnehmen.

Ihr könnt eure Solidarität zeigen:

Besucht die Hungerstreikenden in Straßburg (7, rue de la brogue, 67000 Strasburg)

Besucht die Hungerstreikenden in Freiburg (Kurdisches demokratisches Gesellschaftszentrum – Karlsruher Straße 50).

Demo, Samstag, 16h Platz der Alten Synagoge

Solidarität mit Leyla Güven – Aufhebung der Isolationshaft von Abdullah Öcalan“

Beitrag gegen das neue Polizeigesetz BaWü am 12.1.

Liebe GenossInnen, liebe PassantInnen,

im Namen des kurdischen Solidaritätskomittes heiße ich euch willkommen und danke euch für den starken Ausdruck der Solidarität den wir heute gemeinsam zeigen!

Zunächst möchte ich von hier aus Grüße an die Genossinnen und Genossen, welche heute zum Gedenken an die drei kurdischen Frauen Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez in Paris demonstrieren, senden. Am 9. Januar 2013 wurden sie in den Räumen des Kurdischen Informationsbüros in der Nähe des Pariser Nordbahnhofs ermordet. Sakine Cansız und die zwei Genossinnen waren wichtige Persönlichkeiten der kurdischen Befreiungsbewegung.  Sechs Jahre später ist der Mord vor Gericht nach wie vor ungeklärt – vieles deutet auf eine Verwicklung des türkischen Geheimdienstes MIT hin.

Desweiteren gilt unserere Solidarität Leyla Güven. Sie befindet sich seit 66 Tagen im Hungerstreik, ihr Gesundheits- Zustand ist sehr kritisch. Die deutschen Mainstream-Medien berichten so gut wie nicht über Anlass und Ziel dieses Hungerstreiks.

Leyla Güven ist Ko-Vorsitzende des DTK (Demokratischer Gesellschaftskongress), HDP-Abgeordnete (Demokratische Partei der Völker) und war auch Bürgermeisterin. Sie wurde am 22. Januar 2018 wegen ihrer Kritik an der Invasion der türkischen Armee gegen Afrin festgenommen. Bei der dritten Anhörung ihres Falles vor einem Gericht in Diyarbakir am 7. November sagte Leyla Güven: „Heute wird die Politik der Isolation gegen Abdullah Öcalan nicht nur ihm auferlegt, sondern in seiner Person einer ganzen Gesellschaft. Isolation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ich bin ein Mitglied dieser Gesellschaft. Ich beginne einen unbefristeten Hungerstreik, um gegen die Isolation von Herrn Öcalan zu protestieren. Ich werde mich ab sofort nicht mehr vor Gericht verteidigen. Ich werde weiter protestieren, bis die Justiz ihre rechtswidrigen Entscheidungen beendet hat und diese Isolationspolitik beendet ist.“

„Beitrag gegen das neue Polizeigesetz BaWü am 12.1.“ weiterlesen