Isolation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit – Demo Samstag, 16h Platz der Alten Synagoge

Isolation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ich bin ein Mitglied dieser Gesellschaft. Ich beginne einen unbefristeten Hungerstreik, um gegen die Isolation von Herrn Öcalan zu protestieren. Ich werde mich ab sofort nicht mehr vor Gericht verteidigen. Heute wird die Politik der Isolation gegen Abdullah Öcalan nicht nur ihm auferlegt, sondern in seiner Person einer ganzen Gesellschaft“ (Leyla Güven, 7.11.2018)

Mittlerweile ist der 75. Tag des Hungerstreiks von Leyla Güven, HDP – Abgeordnete in der Türkei, inhaftiert wegen ihrer Verurteilung der völkerrechtswidrigen Besetzung von Afrin/ Rojava seit letztem Jahr. Ihr Gesundheitszustand ist lebensbedrohlich – sie kann nicht mehr sprechen und trinken, hat Seh- und Konzentrationsstörungen, leidet an Licht- und Geräuschempfindlichkeit.

Die Zwangsisolation Öcalans steht beispielhaft für die aktive Ausgrenzung der kurdischen Bewegung in allen Bereichen der Gesellschaft: bei den Gesprächen zur Nachkriegsordnung in Syrien wird die kurdische Bewegung nicht eingeladen. Selahatin Demirtaş, Ex – Kovorsitzender der HDP ist in der Türkei ohne Anklageschrift seit 2 Jahren inhaftiert – der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat seine sofortige Freilassung gefordert – dies wird ignoriert. Die Bundesregierung spricht vorneherum von einem Stop der Waffenlieferungen an die Türkei – hintenherum wird der Export verdreifacht. Der Wunsch nach Frieden -er wird ignoriert.

In deutschen Medien ist so gut wie nichts von der Isolation, dem Hungerstreik zu erfahren.

Was wäre, wenn z.B. Cem Özdemir, Katja Kipping oder Christian Lindner sich zu Tode fasten – und niemand darüber berichten würde?

Heute wird die Politik der Isolation gegen Abdullah Öcalan nicht nur ihm auferlegt, sondern in seiner Person einer ganzen Gesellschaft.“

Dem Brechen der Zwangsisolation kommt die Bedeutung eines Beginns der Begegnung, der Menschlichkeit zu. In Strassburg sind seit 17. Dezember 2018 ebenfalls kurdische und solidarische Menschen dem Hungerstreik beigetreten – ebenso, viele politische Gefangene in der Türkei. In Freiburg werden ab Freitag, den 25.1.2018 ab 17h Menschen solidarisch am Hungerstreik teilnehmen.

Ihr könnt eure Solidarität zeigen:

Besucht die Hungerstreikenden in Straßburg (7, rue de la brogue, 67000 Strasburg)

Besucht die Hungerstreikenden in Freiburg (Kurdisches demokratisches Gesellschaftszentrum – Karlsruher Straße 50).

Demo, Samstag, 16h Platz der Alten Synagoge

Solidarität mit Leyla Güven – Aufhebung der Isolationshaft von Abdullah Öcalan“

Advertisements

Beitrag gegen das neue Polizeigesetz BaWü am 12.1.

Liebe GenossInnen, liebe PassantInnen,

im Namen des kurdischen Solidaritätskomittes heiße ich euch willkommen und danke euch für den starken Ausdruck der Solidarität den wir heute gemeinsam zeigen!

Zunächst möchte ich von hier aus Grüße an die Genossinnen und Genossen, welche heute zum Gedenken an die drei kurdischen Frauen Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez in Paris demonstrieren, senden. Am 9. Januar 2013 wurden sie in den Räumen des Kurdischen Informationsbüros in der Nähe des Pariser Nordbahnhofs ermordet. Sakine Cansız und die zwei Genossinnen waren wichtige Persönlichkeiten der kurdischen Befreiungsbewegung.  Sechs Jahre später ist der Mord vor Gericht nach wie vor ungeklärt – vieles deutet auf eine Verwicklung des türkischen Geheimdienstes MIT hin.

Desweiteren gilt unserere Solidarität Leyla Güven. Sie befindet sich seit 66 Tagen im Hungerstreik, ihr Gesundheits- Zustand ist sehr kritisch. Die deutschen Mainstream-Medien berichten so gut wie nicht über Anlass und Ziel dieses Hungerstreiks.

Leyla Güven ist Ko-Vorsitzende des DTK (Demokratischer Gesellschaftskongress), HDP-Abgeordnete (Demokratische Partei der Völker) und war auch Bürgermeisterin. Sie wurde am 22. Januar 2018 wegen ihrer Kritik an der Invasion der türkischen Armee gegen Afrin festgenommen. Bei der dritten Anhörung ihres Falles vor einem Gericht in Diyarbakir am 7. November sagte Leyla Güven: „Heute wird die Politik der Isolation gegen Abdullah Öcalan nicht nur ihm auferlegt, sondern in seiner Person einer ganzen Gesellschaft. Isolation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ich bin ein Mitglied dieser Gesellschaft. Ich beginne einen unbefristeten Hungerstreik, um gegen die Isolation von Herrn Öcalan zu protestieren. Ich werde mich ab sofort nicht mehr vor Gericht verteidigen. Ich werde weiter protestieren, bis die Justiz ihre rechtswidrigen Entscheidungen beendet hat und diese Isolationspolitik beendet ist.“

„Beitrag gegen das neue Polizeigesetz BaWü am 12.1.“ weiterlesen

Gemeinsam werden wir unsere Revolution verteidigen!

Es ist keine Frage mehr ob, sondern wann der Überfall auf unsere Revolution im Norden Syriens beginnen wird. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan kündigte vor wenigen Tagen an, in kürzester Zeit eine Militäroffensive gegen die Selbstverwaltungsgebiete in Nordsyrien zu starten. Am Montag, den 17.12.18, erklärte er die Vorbereitungen der türkischen Armee für abgeschlossen und drohte, die Offensive sei nur noch eine Frage der Zeit. Nach der Ankündigung einer Militärinvasion in Rojava durch den türkischen Präsidenten Erdoğan hat die Autonomieverwaltung von Nordostsyrien zur Mobilmachung aufgerufen. In den Städten und Vierteln wird bereits der Widerstand von der Gesellschaft organisiert. „Gemeinsam werden wir unsere Revolution verteidigen!“ weiterlesen

Pressemitteilung des Kurdisch – demokratischen Gesellschaftszentrums Freiburg zu den Vergewaltigungen Ende Oktober in Freiburg

„Als kurdisches demokratisches Gesellschaftszentrum Freiburg e.V. verurteilen wir ausdrücklich die abscheuliche Vergewaltigung, welche in Freiburg Ende Oktober 2018 statt fand. Wir sind entsetzt, dass dies passieren konnte. Solche Taten sind zu verurteilen, unabhängig von ethnischen, religiösen oder weltanschaulichen Hintergründen der Täter.

In unserem Verein ist die Würde und Autonomie von Frauen ein erklärter Grundsatz. Jegliches Vergehen dagegen hat einen Ausschluss zur Folge.

Es ist mit unserer emanzipatorischen Lebensanschauung in keiner Weise vereinbar, Vergewaltigungen jeglicher Art – sei es wie in Freiburg im Rahmen eines Discobesuchs – aber auch im Rahmen von Kinderehen, patriarchaler Gewalt in Familien oder Polygamie zu tolerieren.

„Pressemitteilung des Kurdisch – demokratischen Gesellschaftszentrums Freiburg zu den Vergewaltigungen Ende Oktober in Freiburg“ weiterlesen

World Kobane Day 2019 – Freiheit für Afrin und Abdullah Öcalan!

[Pressemitteilung NAV-DEM, 22.10.2018]
Vor den Augen der internationale Staatengemeinschaft griff der Islamische Staat (IS) im Jahr 2014 die nordsyrische Stadt Kobane an. Das Angriffsziel war nicht nur eine Stadt, sondern die Hoffnung aller Menschen auf ein freiheitliches und gleichberechtigtes Miteinander. Doch die Frauen und Männer aus Kobane verteidigten ihre Stadt. Sie wehrten den Angriff auf unsere Hoffnungen und Träume ab. Dafür wurde ein hoher menschlicher Preis gezahlt: Arin Mirkan ist seither das Symbol für den Mut, den Glauben und die Opferbereitschaft der Verteidigerinnen und Verteidiger Kobanes.
Millionen Menschen auf der ganzen Welt erkannten, dass in Kobane auch ihre Werte und Ideen verteidigten wurden. Gemeinsam gingen sie auf allen Kontinenten auf die Straße, um die Verteidigung Kobanes zu unterstützen. Die damaligen gemeinsamen Proteste von Frauen und Männern, Jung und Alt, Kurden und Internationalisten bereitete den Weg für einen neuen
Internationalismus, der bis heute andauert.
Seit dem 1. November 2014 gilt dieses Datum als World Kobane Day. Menschen in allen Teilen der Welt drücken seither mit Demonstrationen, Kundgebungen, Veranstaltungen und kreativen Aktionen ihre Verbundenheit mit der Idee aus, die hinter Kobane und der Demokratischen Föderation Nordsyrien steht: ein demokratisches, feministisches und ökologisches Zusammenleben aller Völker und Gesellschaftsgruppen. Diese Werte wurden in Kobane gegen den Terror des IS und die Komplizenschaft der regionalen und internationalen Staaten verteidigt.
Die Inspiration und Kraft des Kobane-Widerstandes liegen in den Ideen Abdullah Öcalans begründet. Er wird mittlerweile nicht nur von Millionen Kurdinnen und Kurden als ihr politischer Repräsentat und philosophischer Ideengeber anerkannt. Menschen im gesamten Mittleren Osten und der ganzen Welt beziehen sich positiv auf die Ideen und Taten Öcalans. Denn sein Vorschlag des Demokratischen Konföderalismus gibt den Frauen, der Jugend, den unterschiedlichen Glaubensgruppen und unterdrückten Teilen der Gesellschaft Hoffnung und Kraft. In diesem Sinne kann der erfolgreiche Widerstand von Kobane nicht verstanden werden, ohne die Ideen und die Bedeutung Abdullah Öcalans zu verstehen.
Am Word Kobane Day 2019, dem 1. November, rufen wir alle Menschen, die in Kobane Kraft und Hoffnung für eine alternative Welt erkennen, zu Aktionen in ihren Städten und Dörfern auf. Lasst uns gemeinsam ein starkes Zeichen der Unterstützung für den Aufbau einer basisdemokratischen Gesellschaft in Nordsyrien setzen. Angesichts der Totalisolation Abdullah Öcalans und der andauernden Besatzung Afrins rufen wir in diesem Zusammenhang auch dazu auf, den World Kobane Day mit Öcalans Situation und Afrin zu verbinden. Denn die Freiheit Kobanes, Afrins und Öcalans bedeutet auch unsere Freiheit!
NAV-DEM – http://www.navdem.com

Erdogan NOT welcome! Demo am Mittwoch, 26.9., 18h30 Freiburg Platz der Alten Synagoge

Erdogan NOT welcome!

Ein Diktator kommt nach Berlin und wird mit allen Ehren empfangen. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan wird Ende September erneut um deutsche Unterstützung für seine Kriegspolitik bitten. Es ist abzusehen, dass auch dieses Mal Waffenverkäufe abgesegnet, Kredite zugesagt und Investitionen in der Türkei vereinbart werden. Der Besuch des deutschen Wirtschaftsministers samt 80-köpfiger Entourage Ende Oktober in der Türkei passt da ins Bild. Der Besuch Erdogans in Berlin wird Anlass zum Protest für all diejenigen sein, die sich in Deutschland und der Türkei für Demokratie, Freiheit und Frieden einsetzen.

Die Liste der Verbrechen des Erdogan-Regimes ist lang. Heute sitzen tausende HDP-Mitglieder in der Türkei in Haft, gemeinsam mit hunderten Journalistinnen und Journalisten sowie zehntausenden anderen politischen Aktivistinnen und Aktivisten. Im Südosten der Türkei werden tagtäglich Ausgangssperren verhängt, Kundgebungen oder Demonstrationen verboten und Militäroperationen durchgeführt. Hunderttausende Menschen befinden sich vor den andauernden Militäroperationen auf der Flucht. Städte wie Nusaybin oder Cizir sind größtenteils zerstört. Auch die Bevölkerung Nordsyriens und des Nordiraks leidet unter der diktatorischen Politik Erdogans. In beiden Nachbarländern führt die türkische Armee Besatzungsoperationen durch. Der Krieg in Afrin aber auch die tagtäglichen Angriffe der türkischen Armee auf den Nordirak sind die jüngsten Beispiele dafür.

Auch hier in Deutschland leiden wir unter der diktatorischen Politik Erdogans. Der türkische Geheimdienst MIT bedroht hier zu Lande politische Aktivistinnen und Aktivisten mit dem Tod. Die DITIB verbreitet in ihren knapp 1000 Moscheen nationalistische Kriegspropaganda und schreckt dabei selbst vor der Indoktrinierung von Kindern nicht zurück. Der Lobbyverband UETD stellt Kontakte zwischen der AKP-Regierung und kriminellen Banden wie der Osmanen Germania her, die offen mit Gewalt gegen Kritikerinnen und Kritiker des ErdoganRegimes in Deutschland drohen. All dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass die deutsche Bundesregierung die repressive Politik des türkischen Regimes billigt bzw. unterstützt. Sie beteiligt sich damit direkt am Angriff auf Menschen, die sich für die Demokratie einsetzen. Ob in der Türkei oder hier in Deutschland. Unseren Protest gegen den patriarchalen Herrscher Erdogan verstehen wir damit auch als Protest gegen den zunehmenden Rechtsruck hier in Deutschland.

Am 28. und 29. September werden wir als Demokratinnen und Demokraten in Berlin unserem Protest gegen den Staatsbesuch des Diktators Erdogans Ausdruck verleihen. Wir akzeptieren nicht, dass die deutsche Bundesregierung in unserem Namen einen Diktator willkommen heißt und seine Politik damit legitimiert. Das wollen und können wir nicht mit unserem Gewissen vereinbaren. Wir werden Erdogan und der deutschen Bundesregierung Ende September zeigen, dass Diktatoren ihren Tee nicht in Berlin, sondern vor dem internationalen Strafgerichtshof in Den Haag trinken. Wir laden alle Demokratinnen und Demokraten in Deutschland ein, Ende September mit uns auf die Straße zu gehen, in Freiburg am 26. in Berlin am 29. Der Diktator Erdogan und seine Freunde in der deutschen Bundesregierung werden von uns allen klar und deutlich zu hören bekommen: Ticket nach Den Haag statt Tee in Berlin!

Den Flyer könnt ihr  hier  herunterladen.

DIE KURDEN – EIN VOLK ZWISCHEN UNTERDRÜCKUNG UND REBELLION

Mit den Autoren Kerem Schamberger und Michael Meyen (Ludwig- Maximilians-Universität München)
Lesung & Diskussion | Di. 25.09. | 18:30 Uni Freiburg HS1098 (KG1)

Wer weiß um den Krieg, den die Regierung in Ankara seit 2015 gegen die Kurden führt? Wer erinnert sich an die Repressionen in den 1990ern?
Hierzulande kennt man allenfalls die PKK und fragt sich vielleicht verwundert, warum immer noch Tausende mit den Farben und Symbolen dieser „Terrororganisation“ in ganz Europa auf die Straßen gehen. Schamberger und Meyen zeigen, dass die Verfolgung der Kurden in der Gründungsgeschichte der Türkei wurzelt und dass der eigentliche Putsch ort schon 2015 stattfand – ein ziviler Putsch durch die AKP. Doch der Westen will sein Bündnis mit dem Erdogan-Regime nicht gefährden und lässt deshalb ein 25-Millionen-Volk im Stich.
Mehr Infos: https://www.westendverlag.de/buch/die-kurden/

Ihre Freiheit ist auch unsere Freiheit – Mahnwache am 3. August in Freiburg

Mahnwache am 3.8.2018, 18h Platz der Alten Synagoge, Freiburg
Anlässlich des inzwischen vierten Jahrestages, gedenken wir mit großem Respekt den Opfern des noch andauernden Genozids und Feminizids an den EzidInnen vom 3.8.2014 in der Shengal Region durch den sog. IS und seine Verbündeten. Wir erinnern an die verschleppten Frauen und Kinder, von denen noch immer jegliche Spur fehlt und begrüßen gleichzeitig den heldinnenhaften Widerstand der Frauenverteidigungseinheiten YPJ. Wir machen erneut deutlich, dass wir die verschleppten Frauen und Kinder niemals vergessen werden. Wir werden uns weiterhin für ihre Freiheit einsetzen. Denn die Freiheit der Frauen und Kinder in Shengal ist die Freiheit der Menschheit.

Kurdische Vokü am 4.5.18 im SUSI-Treff

  • Essen ab 18 Uhr 30 (leckeres Buffet)
  • Austausch und Informationen
  • ab 19.30 Uhr Vortrag zum 1. Mai in der Türkei und Widerstand der Gewerkschaften

Der Erlös der Vokü geht direkt an Familien in Cizre, deren Lebensgrundlage 2015 durch das türkische Militär zerstört wurde. Mehr Informationen vor Ort.

Wo? SUSI, Haus A, Seiteneingang, Vaubanallee 2, 79100 Freiburg

Es freut sich auf Euch

Frauengruppe des Kurdisch Alevitischen Vereins und Solikomitee Freiburg