Pressemitteilung des Kurdisch – demokratischen Gesellschaftszentrums Freiburg zu den Vergewaltigungen Ende Oktober in Freiburg

„Als kurdisches demokratisches Gesellschaftszentrum Freiburg e.V. verurteilen wir ausdrücklich die abscheuliche Vergewaltigung, welche in Freiburg Ende Oktober 2018 statt fand. Wir sind entsetzt, dass dies passieren konnte. Solche Taten sind zu verurteilen, unabhängig von ethnischen, religiösen oder weltanschaulichen Hintergründen der Täter.

In unserem Verein ist die Würde und Autonomie von Frauen ein erklärter Grundsatz. Jegliches Vergehen dagegen hat einen Ausschluss zur Folge.

Es ist mit unserer emanzipatorischen Lebensanschauung in keiner Weise vereinbar, Vergewaltigungen jeglicher Art – sei es wie in Freiburg im Rahmen eines Discobesuchs – aber auch im Rahmen von Kinderehen, patriarchaler Gewalt in Familien oder Polygamie zu tolerieren.

Wer sich intensiv mit der kurdischen Gesellschaft beschäftigt, wird schnell feststellen, welche besondere Rolle der Emanzipation der Frau zukommt. Es gibt eigenständige kurdische Frauenräte und – dörfer, die sich mit der Befreiung der Frau aus den patriarchalen, historischen Strukturen beschäftigen und diese vorantreiben. Es waren u.a. die Frauen, welche federführend den durch die Türkei unterstützten IS aus Kobane vertrieben haben und noch heute aktiv bekämpfen.

Wir wünschen dem Opfer und ihrer Familie alles erdenklich Gute und hoffen auf eine zügige Aufklärung…“

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